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	<title>Andrea Zapla-Außer mir - mein neues Leben mit  Multipler Sklerose</title>
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	<description>Außer mir - mein neues Leben mit  Multipler Sklerose</description>
	<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 19:35:29 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>im Interview mit Diana Beate Hellmann</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 08:39:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Im Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Bestsellerautorin Diana Beate Hellmann spricht mit  Andrea Zapla zu ihrem Erfahrungsbericht
Au&#223;er mir – Mein neues Leben mit Multipler Sklerose
 Frau Hellmann:

Sie haben „Au&#223;er mir“ allen Menschen gewidmet, die an neurologischen oder immunologischen Erkrankungen leiden, ganz besonders Johann Konrad Kammerer (1915–2000). Darf man fragen, wer das war?


Man darf! Konrad Kammerer war mein Vater. Ich trat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h4>Bestsellerautorin Diana Beate Hellmann spricht mit  Andrea Zapla zu ihrem Erfahrungsbericht<br />
Au&#223;er mir – Mein neues Leben mit Multipler Sklerose</h4>
<p class="interview"> Frau Hellmann:</p>
<p class="frage">
Sie haben „Au&#223;er mir“ allen Menschen gewidmet, die an neurologischen oder immunologischen Erkrankungen leiden, ganz besonders Johann Konrad Kammerer (1915–2000). Darf man fragen, wer das war?
</p>
<p class="antwort">
Man darf! Konrad Kammerer war mein Vater. Ich trat recht sp&#228;t in sein Leben, er war bereits 50 Jahre alt bei meiner Geburt, und ich dachte immer, dass ich ihn eigentlich gar nicht kannte. Als ich jung war, erschien er mir unerreichbar alt, fast fremd und daher weit fort. Als ich dann erwachsen wurde, war ich pl&#246;tzlich die Fremde, unerreichbar und immerzu weit fort. Im August 2000 ist er verstorben und befand sich zu dem Zeitpunkt schon lange in einem weit fortgeschrittenen Stadium der Alzheimerschen Krankheit. Aber als er dann &#252;berhaupt nicht mehr da war, bemerkte ich den eigentlichen Verlust und da&#223; da sehr viel mehr Gemeinsamkeiten gewesen waren, als ich in all den Jahren vorher angenommen hatte.</p>
<p><span id="more-66"></span></p>
<p class="antwort">
Ich habe ihm „Au&#223;er mir“ gewidmet, weil ich posthum etwas Ungew&#246;hnliches f&#252;r ihn tun wollte, etwas, das nur eines seiner Kinder gemacht haben konnte.
</p>
<p class="interview"> Frau Hellmann:</p>
<p class="frage">
Seit Ihrer Diagnose sind inzwischen vier Jahre vergangen. Welche Dinge, die Sie fr&#252;her gern getan haben, k&#246;nnen Sie heute nicht mehr tun?
</p>
<p class="antwort">
Ja, vier Jahre Diagnose-Geburtstag, und es geht mir heute besser als vor vier Jahren, so dass ich guten Gewissens sagen kann: Es gibt jetzt im Moment (noch) nichts, das ich fr&#252;her aus tiefster &#220;berzeugung gerne gemacht habe und das heute physisch oder psychisch gar nicht mehr geht. Ich rede jetzt aber wirklich nur von der Gegenwart; noch vor 2 bis 3 Jahren gab es tats&#228;chlich Dinge, die auch beim besten Willen nicht vollf&#252;hrbar waren, wie z.B. Auto fahren.
</p>
<p class="interview"> Frau Hellmann:</p>
<p class="frage">
Was hat zu der Verbesserung Ihres Gesundheitszustands gef&#252;hrt?</p>
<p>In erster Linie Geduld. Anfang 2005, als es mir noch sehr schlecht ging, hat Prof. Peter Rieckmann mir in seiner damaligen W&#252;rzburger MS-Sprechstunde gesagt: „Dort, wo es seinen Anfang genommen hat, wird es sich am l&#228;ngsten aufhalten. Das kann Ihnen viel Geduld abverlangen.“ Und genauso war es. Ich war zu diesem Zeitpunkt bereits unter 7-monatigem „Dauerbeschuss“ durch Brennschmerzen, sensible Missempfindungen – haupts&#228;chlich im Unterleib und an den Extremit&#228;ten, im Gesicht, auf der Kopfhaut, an den H&#228;nden -, und dazu kam eine erh&#246;hte Muskelanspannung im Analbereich, und ein kurioses Gef&#252;hl einstmals abgetrennter K&#246;rperteile, die schlecht wieder angen&#228;ht worden waren. Ich nahm bereits seit Monaten neben der Interferontherapie, die ich bis heute durchf&#252;hre, eine sehr hohe Dosis eines Krampfl&#246;sers aus der Epilepsiebehandlung. Das f&#252;hrt in der Regel zu Benommenheit und Schl&#228;frigkeit. Bei mir war das zwar nicht der Fall – aber es hat halt auch leider nichts bewirkt. Die Geduld hat gesiegt. Nach ca. 15 Monaten zogen sich 90 % der Ph&#228;nomene in eine Art „Winterschlaf“ zur&#252;ck.<br />
Sie kommen manchmal gucken, ob ich noch da bin und k&#246;nnen auf einer gedachten Richter-Symptomskala die St&#228;rke 4,5 erreichen, aber ich nehme gegenw&#228;rtig gegen diese Erscheinungen keine Medikamente mehr ein und versuche mich dann an einer friedlichen Koexistenz.</p>
<p class="interview"> Frau Hellmann:</p>
<p class="frage">
Gibt es Dinge, auf die Sie wegen der Multiplen Sklerose verzichten m&#252;ssen?
</p>
<p class="antwort">
Allerdings. Manchmal m&#246;chte ich herzhaft in ein knuspriges N&#252;rnberger Bratwurst-Br&#246;tchen beissen und/oder hemmungslos eine typisch deftige, fr&#228;nkische Mahlzeit geniessen. Aber ich habe meine Ern&#228;hrung - nach vielleicht nicht immer unbedingt nachweisbar wirksamen Kriterien - umgestellt. Ich wollte (an seri&#246;sen und ungef&#228;hrlichen Therapie-Erg&#228;nzungen) nichts unversucht lassen und befolge so weit es machbar ist, die Ratschl&#228;ge der g&#228;ngigen MS-Ern&#228;hrungsgurus. Die besagen, dass das Halten eines Normalgewichts erstrebenswert ist, denn es entlastet Muskeln, B&#228;nder und Gelenke. Daneben ist der Fettverzehr einzuschr&#228;nken, man vermeide tierische und geh&#228;rtete Fette. Man ern&#228;hre sich vorwiegend vegetarisch, Frischkost ist der der Vorzug zu geben, wenn m&#246;glich unerhitzt. Man bevorzuge pflanzliche &#214;le, Sojaprodukte, Vollkornprodukte, Gem&#252;se, Obst, fettarme Milchprodukte, man erlaube sich mehrere Fischmahlzeiten pro Woche, man meide Wurst und Fleischverzehr &#252;berhaupt. Man meide den Verzehr von Eiern (Achtung: Kuchen und S&#252;&#223;speisen enthalten in der Regel Eier!). Man meide Zucker, Mehl und Alkohol.<br />
Ich habe beschlossen, da&#223; das alles in Richtung einer mediterranen Ern&#228;hrungsweise weist, die schmeckt mir vorz&#252;glich, und Rotwein soll eigentlich in Ma&#223;en eher gesundheitsf&#246;rderlich sein, daher lasse ich mir den nicht nehmen.
</p>
<p class="interview"> Frau Hellmann:</p>
<p class="frage">
Gibt es etwas, was Sie erst nach der Krankheit gewagt haben, obwohl sie es vor der Krankheit vielleicht besser gekonnt h&#228;tten?
</p>
<p class="antwort">
Ich habe mich erst nach der Diagnose ernsthaft an die M&#246;glichkeiten der spirituellen Heilung und ihrer Weisheitslehren gewagt. Ende 2004 liefen in meinem Kopf nur noch f&#252;hrerlose, negative Endlosschleifen im Kreis herum. Durch die Krankheit habe ich erstmalig in meinem Leben definiv nach einer sinnvollen, geistigen F&#252;hrung gesucht und sie in einer f&#252;r mich fr&#252;her undenkbaren esoterischen Bewusstseinsrichtung gefunden. Dazu g&#228;be es viel zu sagen, mit ein paar S&#228;tzen l&#228;&#223;t sich das nicht umrei&#223;en.
</p>
<p class="interview"> Frau Hellmann:</p>
<p class="frage">
Hat es vor dem 15. August 2004 einen Augenblick (oder vielleicht sogar mehrere) gegeben, in denen eine innere Stimme oder ein Gef&#252;hl Sie warnte, dass da irgendwann ein dickes Ende kommt?
</p>
<p class="antwort">
Ja, schon als M&#228;dchen hielt ich immer lebhafte Zwiesprache mit meiner inneren Stimme. Im Buch splitte ich sie in eine „Doofe“ und eine „Kluge“ auf, wobei es die „Doofe“ eigentlich schon immer gab, die „Kluge“ sich erst sp&#228;ter selbst erfinden mu&#223;te. Ich wuchs in einem kinderlosen Umfeld auf, meine 19 Jahre &#228;ltere Schwester war f&#252;r mich so etwas wie eine h&#246;here Instanz in allen Lebensfragen. Ich versuchte, sie zu imitieren, und andere Rollenmodelle waren f&#252;r mich die klugen, mutigen M&#228;dchen aus den Romanen von Enid Blyton. So schuf ich mir eine Vielzahl von imagin&#228;ren Freundinnen, auf deren Ratschl&#228;ge ich auch gerne h&#246;rte und die mir manchmal auch ganz sch&#246;n Angst einjagen konnten. Mitte der Neunziger Jahre hatte ich in manchen Lebensituationen eine ziemlich deutliche Vorstellung davon, da&#223; etwas in mir mit mir macht, was es will. Ich konnte es aber nicht greifen.<br />
Mein Mann fragte mich manchmal ratlos: „Andrea, was ist es denn? Kannst du es nicht beschreiben?“ Die beste Beschreibung, die ich auch heute noch gerne anwende, lautete: „Ich f&#252;hle mich, als w&#228;re mir &#252;bel im Kopf.“
</p>
<p class="interview"> Frau Hellmann:</p>
<p class="frage">
Wovor f&#252;rchten Sie sich im Hinblick auf die MS am meisten?
</p>
<p class="antwort">
Der Verlust von Selbstbestimmtheit. Der Verlust von Kontrolle &#252;ber K&#246;rperfunktionen. Der Verlust von Mobilit&#228;t. Der Verlust von kognitiven Funktionen. Der Verlust von W&#252;rde.
</p>
<p class="interview"> Frau Hellmann:</p>
<p class="frage">
Sie sprechen an einigen Stellen im Buch leise auf den letzten Ausweg an. Haben Sie f&#252;r sich selbst dahingehend Pl&#228;ne gemacht, und wenn ja, haben Sie diese Pl&#228;ne mit Ihrem Mann besprochen, so dass Sie im schlimmsten aller F&#228;lle mit seiner Unterst&#252;tzung rechnen d&#252;rfen?
</p>
<p class="antwort">
Ja, mein Mann und ich sind uns einig, da&#223; wir uns im schlimmstm&#246;glichen Fall gegenseitig helfen wollen. Wie wir alle wissen, wird in Deutschland und in den meisten anderen L&#228;ndern der Erde Sterbehilfe rechtlich verfolgt. Leider. Um sich einen &#220;berblick zu verschaffen &#252;ber M&#246;glichkeiten, sinnloses Leiden zu beenden, kann ich das Buch „The final exit“ von Derek Humphry empfehlen. Man legt es nach Lekt&#252;re mit dem guten Gef&#252;hl aus der Hand, da&#223; man unter Umst&#228;nden zum Ende seines Lebens doch noch Herr seiner selbst bleiben darf.<br />
<br />
Es ist immer wieder nett, sich vor Augen zu halten, wie wunderbar die Welt doch ist, wie gut man es doch eigentlich hat und dass das Leben ja ach so sch&#246;n ist. Nur … wie ist das, wenn der Zorn Sie packt, wenn Sie sich fragen, warum es ausgerechnet Sie erwischt hat? Wen hassen Sie dann am meisten? Wen verfluchen Sie dann? Und wie und wo lassen Sie die Funken dann spr&#252;hen?<br />
<br />
Das wird mir jetzt keiner glauben. Ich werde nicht mehr wirklich zornig, ich denke mittlerweile die Krankheit geh&#246;rt zu mir … wie mein Name an der T&#252;r. Ich wei&#223;, da&#223; manche Betroffene und Andersdenkende meine Art von Humor nicht so gut abk&#246;nnen, aber ich stehe dazu. Das bin ich heute mit 45 Jahren. Ich bin die Summe meiner Eigenschaften und eine neurologische Kondition geh&#246;rt eben dazu. Ich verfluche niemanden (mehr), und Ha&#223; kann ich mir echt nicht leisten! Ha&#223; kann einen wirklich schwerkrank machen. Eine der wertvollsten Erkenntnisse aus der spirituellen Heilung ist f&#252;r mich pers&#246;nlich der Wandel im Inneren, weg von der Selbstzerst&#246;rung, weg von der Vergangenheit, stattdessen stur im Jetzt leben und dort ist kein Platz f&#252;r Hass, Grimm und Groll. Altlasten schmeisse ich heute besser weg, daf&#252;r braucht man noch nicht einmal den M&#252;ll zu trennen. Altlasten vergiften einem das Leben. Vergeben ist viel befreiender als hassen. Und wenn Sie jetzt meinen, ich „klaue“ bei Eckhart Tolle, dann liegen Sie vollkommen richtig. Er liegt meist auf meinem Nachttisch.<br />
<br />
Gute Ratschl&#228;ge sind eine tolle Sache, nur geben ja meist diejenigen die guten Ratschl&#228;ge, die selbst au&#223;er Masern und Windpocken noch nie was hatten. Wie gehen Sie damit um? Und – Hand aufs Herz – k&#246;nnen Sie diese Mitmenschen &#252;berhaupt ernst nehmen?<br />
St&#228;ndiger Wandel ist ein Bestandteil des Lebens – MS sorgt, wie viele andere chronische Erkrankungen f&#252;r best&#228;ndige, meist zweifelhafte Abwechslung. Zu Beginn konnte ich gute Ratschl&#228;ge oder wohlmeinende Prophezeiungen, da&#223; ich sicherlich niemals „richtig behindert w&#252;rde, und ich h&#228;tte das doch sowieso nicht…“ schwer ab.<br />
Wandel: Mittlerweile h&#246;re ich mir gerade unbefangene und etwas unbedarfte Meinungen ganz gerne mal an. Heute zeige ich daran mehr Interesse und Neugier, fr&#252;her habe ich Laienmeinungen schnell mal kritisiert oder verurteilt. Manchmal ist tats&#228;chlich ein F&#252;nkchen Wahrheit in dem, was ein v&#246;llig Au&#223;enstehender sich so spontan denkt.
</p>
<p class="interview"> Frau Hellmann:</p>
<p class="frage">
Haben Sie inzwischen in Shanghai Freunde oder Bekannte, die ebenfalls an MS leiden?
</p>
<p class="antwort">
Das wird mir auch keiner glauben. 20 Millionen Einwohner, Hunderttausende von Ausl&#228;ndern wie ich, Hunderte von Krankenh&#228;usern – ich habe einige davon besucht, Gro&#223;e, Kleine, Einheimische und nat&#252;rlich die Internationalen – und ich war die einzige meiner Art! Das mu&#223; man sich mal vorstellen, das klingt wie ein richtig schlechter Witz. Es gibt in China nach Auskunft eines einheimischen Professors eine sechsstellige Zahl von MS-Betroffenen – nur, man h&#246;rt nichts von ihnen als Ausl&#228;nder, und da&#223; auch Ausl&#228;nder in China richtig krank werden k&#246;nnen und trotzdem dort bleiben wollen ist nicht vorgesehen.<br />
MS-Erkrankte scheinen hier eher unsichtbar zu bleiben, da sie weniger „entdeckt“ und diagnostiziert werden und die teuren Schubprophylaxen des Westens f&#252;r einen „Durchschnittschinesen“ finanziell ganz und gar unerschwinglich sind. Wohlhabende chinesische Betroffene k&#246;nnen hier aber auch das Produkt, das ich selbst verwende, gegen Rezept in Apotheken gro&#223;er Krankenh&#228;user bestellen und dann auf eigene Kosten „shoppen“. Eine Monatspackung kostet hier 15.600 Yuan, das entspricht dem westlichen Standard und etwa 1.600 Euro.
</p>
<p class="interview"> Frau Hellmann:</p>
<p class="frage">
Was w&#252;rden Sie einem jungen Menschen mit auf den Weg geben, der heute mit Multipler Sklerose diagnostiziert wird und nicht mehr und nicht weniger dar&#252;ber wei&#223;, als es 2004 bei Ihnen pers&#246;nlich der Fall war?
</p>
<p class="antwort">
Toughe Frage. Ich war &#252;ber 40, als ich von der MS erfuhr, hatte also 40 echt gute Jahre bereits hinter mir, viel erlebt und irgendwie ja schon meinen Platz im Leben. Ich wollte nicht mehr studieren, Karriere machen, einen Partner suchen oder Kinder haben. Mit 20 sieht das ganz anders aus. Da bricht etwas &#252;ber einen herein, das zun&#228;chst die ganze Lebensplanung einfach platt macht. Dazu kommt, da&#223; man mit einer v&#246;llig irrationalen, nicht greifbaren Art von Erkrankung dealen mu&#223;. Man kann es nicht heilen, man kann nichts herausschneiden, sterben mu&#223; man aber auch nicht in absehbarer Zeit daran.<br />
Ich pers&#246;nlich rate, mit dem gegenw&#228;rtigen Zustand der Erkrankung Schritt zu halten. Schlechtm&#246;glichste Verl&#228;ufe auf eigene Faust zu studieren und gezielte Kontaktaufnahme zu schwerstbetroffenen Patienten, sind meiner Meinung nach kontraproduktiv. Statt dessen sollte man meines Erachtens nicht ruhen, bis man ein &#196;rzteteam seines Vertrauens gefunden hat, sicher gehen, da&#223; alle Therapiem&#246;glichkeiten vorangetrieben werden und auch umgehend eine solide psychologische Betreuung in Anspruch nehmen.
</p>
<p class="interview"> Frau Hellmann:</p>
<p class="frage">
Gibt es f&#252;r Patienten mit MS eigentlich besondere Physiotherapie? Und kann regelm&#228;&#223;ige Physiotherapie (au&#223;er pers&#246;nlichem Wohlbefinden) medizinisch etwas Sinnvolles bewirken?
</p>
<p class="antwort">
Physiotherapie geh&#246;rt grunds&#228;tzlich zu jedem Therapiekonzept bei MS. Das steht so in allen Fachschriften und ich denke, das ist absolut sinnvoll und richtig. L&#228;hmungen, Gleichgewichts- und Gangst&#246;rungen, Spastiken und auch Koordinationsdefizite k&#246;nnen positiv beeinflusst werden. Ich selbst habe wegen meiner Muskelanspannung und auch wegen der Sensibilit&#228;tsst&#246;rungen fr&#252;hzeitig damit begonnen. Durch die Physiotherapie bin ich auch auf andere Bewegungs- und Entspannungstechniken gesto&#223;en, die meiner Meinung nach auch Taubheitsgef&#252;hle „reparieren“ helfen k&#246;nnen. Progressive Muskelrelaxation, Pranayama – die Technik der Yogaatmung, Yoga im Besonderen, Qi Gong, all diese Ma&#223;nahmen k&#246;nnen helfen F&#228;higkeiten zu erhalten und deren Mangel zu kompensieren.<br />
Embryonale Stammzellen-Therapie ist insbesondere in den USA ein gro&#223;es Thema bei der Behandlung von Parkinson, Alzheimer und Querschnittl&#228;hmungen. Wie verh&#228;lt es sich mit MS? Glauben die Neurologen, auch da k&#246;nnten Stammzellen ein hoffnungsvoller Ansatz sein?<br />
<br />
Forschungsergebnisse haben wohl in der Tat nahe gelegt, dass ein solcher Ansatz mithilfe von embryonalen Stammzellen Erfolg versprechen k&#246;nnte.<br />
Der g&#228;rende Stammzellen-Disput erschwert aber sicherlich vielversprechende Forschungsfortschritte. Deutschland gibt meines Wissens nach weiterhin der adulten Stammzellenforschung aus ethischen Gr&#252;nden den Vorzug. Ich pers&#246;nlich hoffe, da&#223; in Zukunft Heilungsans&#228;tze verschiedenster Erkrankungen durch ein Vorantreiben der embryonalen Stammzellenforschung profitieren k&#246;nnen.
</p>
<p class="interview"> Frau Hellmann:</p>
<p class="frage">
Wie lange bleiben Sie und Ihr Mann noch in China? Und wohin soll es anschlie&#223;end gehen?
</p>
<p class="antwort">
Mein Mann und ich sind noch bis Ende Herbst in Shanghai, danach kommt eventuell ein Aufenthalt in Seoul, S&#252;dkorea in Betracht. Mein Interesse an fernen L&#228;ndern ist noch unersch&#246;pft und ich k&#246;nnte mir auch vorstellen, nochmal eine neue Sprache anzugehen.
</p>
<p class="interview"> Frau Hellmann:</p>
<p class="frage">
Das Allerwichtigste zum Schlu&#223;: Wie geht es den Hunden? Und ist weiterer vierbeiniger Familienzuwachs geplant?
</p>
<p class="antwort">
Die drei Damen sind nun 13 und 14 Jahre alt. Thelma und Paciencia n&#228;hern sich zweifellos ihrem Lebensende, sind aber sehr pr&#228;sent, lieben ihr Leben und erwachen jeden Tag noch mit dem gleichen Enthusiasmus.<br />
Louise ist 13, weiterhin mein ehrgeiziger Bodyguard, ranzig und knurrig, und hat bis heute nicht gemerkt, da&#223; sie auch schon eine alte Lady ist. Sie hat die Energie einer 6-j&#228;hrigen H&#252;ndin.<br />
Mein geliebter Porthos wurde 15 Jahre alt, und wir haben ihm an einem sch&#246;nen Tag im Mai im Kreise seines Harems, seiner Menschen und in Liebe und Dankbarkeit f&#252;r wunderbare Jahre einen w&#252;rdevollen Weggang erm&#246;glicht.<br />
Und was m&#246;glichen Familienzuwachs angeht … mein Mann und ich haben 1989 in Barcelona mal mit einer einzelnen Dogge „angefangen“. In schwachen Momenten &#252;berlegen wir, ob wir uns vielleicht in absehbarer Zeit nochmal einem Doggen-Welpen stellen wollen. Beten Sie f&#252;r mich, da&#223; wir vorher zur Vernunft kommen!
</p>
<p class="strong">Das Interview f&#252;hrte die Bestsellerautorin Diana Beate Hellmann mit Andrea Zapla im September 2008</p>
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		<title>BESIDE ME - soon to come</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jan 2009 03:49:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Lübbe Verlag English Foreign Rights]]></category>

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		<description><![CDATA[
Multiple Sclerosis – when your own body
becomes an enemy

Positive-minded, full of humour and self-irony, but nonetheless absolutely authentic,
Andrea Zapla describes her experiences after being diagnosed: ”Multiple Sclerosis“,
and offers unusual insights into life with an illness, whose cause is, despite being
intensely researched, still a mystery, an illness that seems to defy the laws of nature.
With courage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote>
<p>Multiple Sclerosis – when your own body<br />
becomes an enemy</p>
</blockquote>
<p>Positive-minded, full of humour and self-irony, but nonetheless absolutely authentic,<br />
Andrea Zapla describes her experiences after being diagnosed: ”Multiple Sclerosis“,<br />
and offers unusual insights into life with an illness, whose cause is, despite being<br />
intensely researched, still a mystery, an illness that seems to defy the laws of nature.<br />
With courage for new methods to coming to terms with the illness she finally takes<br />
a stand against her disease.<br />
Andrea is 41. She loves her life in Shanghai with husband and dogs as well as the<br />
sometimes difficult Asian every-day life. But suddenly an enemy of unexpected magnitude<br />
confronts her: The threat has been lurking in her own autoimmune system<br />
for years. Initially, only her feet are affected: They are numb, and she seems to walk<br />
on cotton wool, stumbles sometimes, has to quit sports. One after the other, more<br />
symptoms appear, and finally, it is clear: she suffers from Multiple Sclerosis.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>AUSSER MIR Lesekostprobe</title>
		<link>http://www.andreazapla.de/ausser-mir-lesekostprobe/</link>
		<comments>http://www.andreazapla.de/ausser-mir-lesekostprobe/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 08 Aug 2008 06:44:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Das Buch]]></category>

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		<description><![CDATA[
Zuerst einmal: Ein Wort vorweg
(Es ist wichtig - also ruhig mal reinschauen!) 
  
Das vorliegende Buch beruht auf Tatsachen, alles, was darin geschildert wird, ist wahr, und ich habe es im Lauf des Jahres 2004 selbst erlebt. Nat&#252;rlich habe ich – wie es so sch&#246;n hei&#223;t – Namen, Orte und Details zum Schutz der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em></em></strong></p>
<p><strong><em>Zuerst einmal: Ein Wort vorweg</em></strong></p>
<p><strong><em>(Es ist wichtig - also ruhig mal reinschauen!) </em></strong></p>
<p><strong> <img src='http://www.andreazapla.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </strong></p>
<p>Das vorliegende Buch beruht auf Tatsachen, alles, was darin geschildert wird, ist wahr, und ich habe es im Lauf des Jahres 2004 selbst erlebt. Nat&#252;rlich habe ich – wie es so sch&#246;n hei&#223;t – Namen, Orte und Details zum Schutz der Rechte s&#228;mtlicher Personen ver&#228;ndert. Schlie&#223;lich wollte ich niemandem zu nahe treten, der sich nicht selbst dazu entschlossen hat.</p>
<p>Dieses Buch zu schreiben, bedeutet f&#252;r mich viel: einen Abschluss f&#252;r einen langsamen Prozess der Ann&#228;herung an meine Krankheit, Multiple Sklerose, zu finden. Eine Auseinandersetzung mit mir selbst herbeizuf&#252;hren, dabei zur&#252;ckzublicken auf mein Leben und nach Ursachen zu forschen, warum ausgerechnet ich betroffen bin?<br />
Vor allem aber m&#246;chte ich all denen helfen, die auch unter einer autoimmunologischen Erkrankung leiden, deren Symptome unerkl&#228;rt bleiben, die sich nicht ernst genommen f&#252;hlen von einem System aus Medizinern, die nur zu gern auf „seelische Unausgeglichenheit“ setzen, wenn sie buchst&#228;blich mit ihrem Latein am Ende sind. Ich m&#246;chte sie ermutigen, auf ihre innere Stimme zu h&#246;ren, sich selbst zuzuh&#246;ren, wenn das Gef&#252;hl auftaucht, dass sie „au&#223;er sich“ geraten sind.</p>
<p> <a href="http://www.andreazapla.de/images/2008/12/have-an-outlook3.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-50" title="have-an-outlook3" src="http://www.andreazapla.de/images/2008/12/have-an-outlook3.jpg" alt="" width="500" height="702" /></a></p>
<p><strong>ERSTER TEIL</strong></p>
<h4>IM BAUCH DES GELBEN DRACHEN</h4>
<p><strong>Sonntag, 15. August</strong></p>
<p>Der Asphalt kocht, und mein Gehirn unter der schwarzen Baseballm&#252;tze ebenso. Es hat mindestens vierzig Grad im Schatten, aber Hardy und ich treten unverdrossen in die Pedale unserer Mountainbikes und strampeln, den Blick stur nach vorn gerichtet, durch die chinesische Provinz. Hardy hat mich abgeh&#228;ngt, wie so oft in den letzten Monaten. Neuerdings kann ich einfach nicht mehr mit ihm mithalten, aber aufgeben kommt auch nicht in Frage. Wir haben schlie&#223;lich schon weitaus h&#228;rtere Etappen hinter uns gebracht, wie zum Beispiel die schwei&#223;treibenden Radtouren durch den tropischen Hexenkessel Thailands.</p>
<p>Beim Verlassen unserer Haust&#252;r im K&#246;nigreich Thailand standen wir damals jedes Mal vor zwei Alternativen: Nach links ging es zum Jomtien Beach und in die City. Wandte man sich nach rechts, fand man sich bald im Dschungel wieder, und wir radelten h&#228;ufig vergn&#252;gt an zahmen Elefantentrupps vorbei, durch unwegsames Gel&#228;nde bergauf, bergab, respektlos quer &#252;ber mond&#228;ne Golfpl&#228;tze, bescheiden und ehrf&#252;rchtig durch Tempelanlagen, weiter entlang endloser, gl&#252;hend hei&#223;er Reihen von Ananasfeldern und durch zahllose freundliche, noch urw&#252;chsige D&#246;rfer im Umkreis Pattayas, das f&#252;nf Jahre lang unsere Heimat war.</p>
<p>“Hallo Ausl&#228;nder, wo f&#228;hrst du denn hin? Bist du bl&#246;d? Hast du kein Auto?”, riefen die Thais uns oft verst&#228;ndnislos, aber lachend hinterher.</p>
<p>Damals, Anfang des neuen Jahrtausends, war ich noch fit wie ein Paar Turnschuh, nahm sogar erfolgreich an Stra&#223;enrennen teil. Was war denn jetzt blo&#223; los mit mir? “Mensch, Claudia, du bist echt eine Pfeife. Eine verfluchte Memme bist du geworden, sch&#228;m dich! Kaum &#252;ber vierzig, schon geht’s bergab!”, schimpfe ich jetzt laut mit mir selbst, hefte mich fluchend an Hardys Hinterrad und gebe unter gr&#246;&#223;ten Anstrengungen nochmals Gas.</p>
<p>Ich ziehe keuchend an einer B&#228;uerin vorbei, die auf dem Gep&#228;cktr&#228;ger ihres altersschwachen Drahtesels bed&#228;chtig eine Ladung Wassermelonen balanciert, f&#252;r die ein westliches Pendant normalerweise einen Kombi mit gro&#223;em Laderaum ben&#246;tigen w&#252;rde. Sie winkt mir kopfsch&#252;ttelnd und g&#228;nzlich zahnlos, aber wohlwollend l&#228;chelnd zu. Ich winke hechelnd zur&#252;ck. Endlich bin auf gleicher H&#246;he mit meinem Mann und kr&#228;chze das Wort “Pause!” heraus. Hardy grinst und sagt: “Claudia, Schatz, du warst auch schon mal besser in Schuss. Es sind doch erst zwanzig Kilometer!” Wir versuchen, Samstags und Sonntags jeweils f&#252;nfzig Kilometer Rad zu fahren, zur sportlichen Ert&#252;chtigung, um Kalorien zu verbrennen und um die Zeit in China totzuschlagen. Normalerweise machen wir fr&#252;hestens nach f&#252;nfundzwanzig Kilometern Pause und st&#228;rken uns dann mit einem mitgebrachten Picknick f&#252;r den ebenso langen R&#252;ckweg.</p>
<p>Dummerweise finden wir auf unserer heutigen Tour &#252;berhaupt keine landschaftlich sch&#246;ne Route, keinerlei lohnenswerten Pitstop. Wir fahren entlang bedr&#252;ckend langweiliger, staubiger Landstra&#223;en voll heulendem Verkehr. Hunderte von Lastwagen sto&#223;en im Vorbeifahren schmetternd ins Horn und pusten uns voll mit Stra&#223;endreck, so dass unsere schwei&#223;bedeckte Haut bald von einer dichten Staubschicht &#252;berzogen ist. Ich sehe verkrustet und grau aus und f&#252;hle mich entsprechend. Wir sind im weiteren Radius um Song Jiang unterwegs, unserer so genannten Kreisstadt.</p>
<p>Das Dorf Xin Qiao, dem unsere kleine, fast ausschlie&#223;lich von Deutschen bewohnte Villensiedlung zugeordnet ist, geh&#246;rt zu diesem Distrikt. Das “Dorf” hat ungef&#228;hr eine Viertelmillion Einwohner, die Kreisstadt vermag ich nicht einmal einzusch&#228;tzen. Eine Million, vielleicht auch mehr. Das sind jedoch alles nur Peanuts im Vergleich zu den rund zwanzig Millionen Einwohnern des Molochs Shanghai, der ungef&#228;hr f&#252;nfunddrei&#223;ig Kilometer von unserer Haust&#252;r entfernt beginnt und t&#228;glich weiter auf uns zu metastasiert. Nach zwei weiteren schwei&#223;treibenden Kilometern finden wir dann immerhin eine Art &#246;ffentlichen Park mit einem k&#252;nstlichen See und einer hoch aufsteigenden Wasserfont&#228;ne in der Mitte, an dessen Ufer wir uns schlie&#223;lich niederlassen. Ich bei&#223;e herzhaft in mein Baguette, schl&#252;rfe Cola, als w&#228;re es ein Jungbrunnen, und genie&#223;e dankbar st&#246;hnend die Kalorienaufnahme, eine einfache Freude nach der Tortur der letzten anderthalb Stunden.</p>
<p>Hardy ist gar nicht so sehr an Essen und Trinken interessiert und schraubt irgendetwas an seinem Fahrrad herum. Ich sitze zwar ges&#228;ttigt, aber letztendlich unzufrieden im Gras und betrachte absch&#228;tzend den menschenleeren, makellos gepflegten Park und die zahllosen Reihen von nagelneuen und noch unbewohnten Appartmenthochh&#228;usern in der n&#228;heren Umgebung. Die sollen sich bald f&#252;llen, Shanghais unaufhaltsames Wachstum in die Au&#223;enbezirke ist propagiertes Programm. Wenigstens sind wir diesmal nicht in einem der weitl&#228;ufigen Industriegebiete um Song Jiang gelandet, die, wenn man sich einmal darin verfangen hat, einen so leicht nicht mehr freigeben.</p>
<p>Um Irrfahrten zu vermeiden, hat Hardy sich ein Mini-GPS-Ger&#228;t aus den USA kommen lassen, mit dem er jetzt spielt, gl&#252;cklich wie ein kleiner Junge. Nach Hause finden wir immer, das ist nicht das Problem. Wenn ich nur schon dort w&#228;re …</p>
<p>Hardy l&#228;sst sich neben mich auf die mitgebrachte Bastmatte fallen. Aber anstatt sich zu entspannen, schl&#228;gt er beschwingt etwas Entsetzliches vor: ”Schatz, ruh dich noch ein bisschen aus, und dann lass uns auf dem R&#252;ckweg einen kleinen Umweg fahren. Das ist eine viel sch&#246;nere Strecke, und wir kriegen unsere f&#252;nfzig Kilometer voll, vielleicht sogar etwas mehr. Dann haben wir uns sp&#228;ter auch das Abendessen verdient.”</p>
<p>Ich pl&#228;diere entschlossen gegen weitere, kr&#228;ftezehrende Kalorienverbrennung und f&#252;r den k&#252;rzeren und h&#228;sslichen Nachhauseweg. Hardy ist leicht verstimmt, sieht aber ein, dass mit mir kein Staat mehr zu machen ist, und wir brechen auf. Er f&#228;hrt wie ein junger Gott, und ich versuche gar nicht mehr, zu ihm aufzuschlie&#223;en. Er wartet auch nicht auf mich. Wahrscheinlich ist er jetzt ein bisschen eingeschnappt, weil ich mich nicht zu seinem gut gemeinten Vorschlag aufraffen konnte. Er denkt manchmal, dass ich mich neuerdings sportlich gesehen zu sehr h&#228;ngen lasse. Was soll’s? Ich will eigentlich nur, dass dieser R&#252;ckweg ein Ende nimmt. Die heutige Fahrt ist sowieso schon eine Tour de Force f&#252;r mich. Vielleicht sollte ich Hardy einfach mal ehrlich sagen, dass ich nicht mehr so viel Power habe. Ich will aber mit ihm mithalten k&#246;nnen. Er ist acht Jahre &#228;lter als ich, wo bleibt mein Jugendbonus?</p>
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		<title>AUSSER MIR Vorschau</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 12:20:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Das Buch]]></category>

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		<description><![CDATA[Vorschau auf den Herbst 2009. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> <img class="aligncenter size-full wp-image-47" title="have-an-outlook1" src="http://www.andreazapla.de/images/2008/12/have-an-outlook1.jpg" alt="" width="500" height="702" /> </p>
<h3>&raquo;&raquo;&raquo;   <a href="http://www.andreazapla.de/images/2008/07/ausser-mir-vorschau-herbst.pdf">ausser-mir-vorschau-herbst</a><a href="http://www.andreazapla.de/images/2008/07/tb-vorschau_zapla-7.pdf"></a></h3>
<p> <span id="more-8"></span></p>
<p style="text-align: center;">&#8230;es greift nach mir ich wehr mich nicht</p>
<p style="text-align: center;">springt mir mit Krallen ins Gesicht</p>
<p style="text-align: center;">es bei&#223;t sich fest es schmerzt mich sehr</p>
<p style="text-align: center;">ich spring im Zimmer hin und her</p>
<p style="text-align: center;">oh weh die Flamme f&#228;sst das Kleid</p>
<p style="text-align: center;">die Jacke brennt es leuchtet weit</p>
<p style="text-align: center;">es brennt die Hand es brennt das Haar</p>
<p style="text-align: center;">ich brenn am ganzen Leib sogar&#8230;</p>
<p>Ich stelle mit freundlicher Genehmigung der Gruppe Rammstein einen Auszug aus dem Lied &#8220;Hilf mir!&#8221; aus dem Album &#8220;Rosenrot&#8221; meinen Zeilen voran.</p>
<p>Tipp der Autorin: Ganz laut h&#246;ren!</p>
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		<title>AUSSER Andrea Zapla - wer bin ich denn eigentlich?</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 05:12:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Eine kurze Vita der Autorin]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Schriftstellerin Andrea Zapla wurde 1963 geboren, sie verlebte ihre Jugendzeit im fr&#228;nkischen Erlangen. Sp&#228;ter studierte sie in ihrer Heimatstadt Romanistik und Rechtswissenschaften.
Neben des Studiums arbeitete sie einige Jahre lang bei einem Kinderbuchverlag.
1989 lernte sie ihren sp&#228;teren Ehemann kennen und folgte ihm nach Barcelona.
Sie verbrachte zun&#228;chst 10 Jahre in Spanien und Portugal. In diese Zeit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Schriftstellerin Andrea Zapla wurde 1963 geboren, sie verlebte ihre Jugendzeit im fr&#228;nkischen Erlangen. Sp&#228;ter studierte sie in ihrer Heimatstadt Romanistik und Rechtswissenschaften.</p>
<p>Neben des Studiums arbeitete sie einige Jahre lang bei einem Kinderbuchverlag.</p>
<p>1989 lernte sie ihren sp&#228;teren Ehemann kennen und folgte ihm nach Barcelona.</p>
<p>Sie verbrachte zun&#228;chst 10 Jahre in Spanien und Portugal. In diese Zeit begann sie Kurzgeschichten und Essays in vorwiegend englischer Sprache zu schreiben.</p>
<p>1998 erfolgte aus beruflichen Gr&#252;nden der Sprung nach Ostasien.</p>
<p>Andrea Zapla verlebte die folgenden Jahre in Thailand, China und S&#252;dkorea. Seit Mitte 2009 lebt die Autorin mit ihrem Mann und nur noch einem verbliebenen Hund im rheinland-pf&#228;lzischen Bingen.</p>
<p>Durch ihre eigene Erfahrung mit Multipler Sklerose und intensive Recherche vermittelt sie dem Leser einen glaubw&#252;rdigen Einblick in das Leben mit einer Krankheit, deren Hintergr&#252;nde trotz intensiver Forschung bislang weitgehend verschlossen bleiben.</p>
<p>Die Botschaft von AUSSER MIR lautet: Gib deiner Krankheit keine Macht &#252;ber dich!</p>
<p>Eine Fortsetzung des Stoffes ist auf vielfachen Wunsch von Lesern nicht ausgeschlossen.</p>
<p>Derzeit arbeitet Andrea Zapla an einem Roman, der ein v&#246;llig anderes Genre aufgreift.</p>
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		<title>Begleitende Worte von Prof.Dr. Peter Rieckmann</title>
		<link>http://www.andreazapla.de/begleitende-worte-von-profdr-peter-rieckmann/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 04:52:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Das Buch]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Buch ist ein Wagnis. In der fremden &#228;u&#223;eren Welt Chinas erlebt die Autorin, wie sich die innere Wahrnehmung Ihres K&#246;rpers ver&#228;ndert. Sie beobachtet, zweifelt, negiert die Gef&#252;hlsst&#246;rungen, ist beunruhigt, wird von &#196;rzten vertr&#246;stet...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses Buch ist ein Wagnis. In der fremden &#228;u&#223;eren Welt Chinas erlebt die Autorin, wie sich die innere Wahrnehmung Ihres K&#246;rpers ver&#228;ndert. Sie beobachtet, zweifelt, negiert die Gef&#252;hlsst&#246;rungen, ist beunruhigt, wird von &#196;rzten vertr&#246;stet und kommt schlie&#223;lich zu dem Entschluss, die vermutete Diagnose durch einen Neurologen best&#228;tigen zu lassen: <strong>Multiple Sklerose</strong> (MS).
</p>
<p>F&#252;r viele Menschen bedeuten diese beiden Buchstaben eine Wende in ihrem Leben. Eine chronisch neurologische Erkrankung mit ungewissem Ausgang, pl&#246;tzlichen Krankheitssch&#252;ben und schleichender Behinderung liegt vor ihnen. Niemand kann mit Sicherheit eine individuelle Prognose &#252;ber den Verlauf stellen.
</p>
<p>
In dieser Situation werden die Erkrankten oft zus&#228;tzlich mit Unverst&#228;ndnis und Vorurteilen auf Seiten der Partner, Angeh&#246;rigen, Arbeits-kollegen und Freunde konfrontiert, was die Gesamtsituation noch weiter verschlimmert.
</p>
<p>
Andrea Zapla ist betroffen. Sie beschreibt die innere Wandlung durch die MS im Kontrast zu den Eindr&#252;cken einer fremden Welt, die sie in China und Asien erlebt. Diese doppelte Herausforderung verleiht dem Buch einen ungew&#246;hn-lichen Spannungsbogen, der die Ebenen der inneren und &#228;u&#223;eren Wahrnehmung immer wieder in einem erfrischenden, ausdrucksstarken Erz&#228;hlstil miteinander kommunizieren l&#228;sst.
</p>
<p>
&#8220;<strong>Ausser mir</strong>&#8221; ist mehr als die Geschichte zur Verarbeitung einer chronischen Erkrankung. Es ist eine Aufforderung, Krankheit als schicksalhafte Herausforderung anzunehmen,aktiv den Prozess von Diagnose und Therapie voranzutreiben und die inneren Kr&#228;fte als wichtigen Ko-faktor einer medikament&#246;sen Behandlung zu mobilisieren. Hierzu geh&#246;rt neben viel Mut auch Vertrauen zu sich selbst, zu den nahe stehenden Menschen und zum behandelnden Arzt. Dieser Weg ist gewiss ein Wagnis, aber – wie das Buch eindringlich zeigt – eine positive M&#246;glichkeit Antworten auf Fragen zu finden, die sich durch chronische Erkrankungen zwangsl&#228;ufig ergeben.
</p>
<address>Vancouver, 18.11.2007</address>
<address>Peter Rieckmann, MD, FRCPC</address>
<address>Professor f&#252;r Neurologie</address>
<address>University of British Columbia</address>
<address>Kanada</address>
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		<title>AUSSER MIR Hautnah - Die Inhalte</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jun 2008 08:57:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Das Buch]]></category>

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		<description><![CDATA[
Was in AUSSER MIR passiert und warum:
Das Buch AUSSER MIR liegt mir sehr am Herzen, da ich der Meinung bin, da&#223; die Multiple Sklerose in Literatur und Medien weitgehend umgangen, verzerrt und tabuisiert wird, obwohl sie einen nicht unerheblichen Teil der Bev&#246;lkerung betrifft, n&#228;mlich vorwiegend j&#252;ngere, aktive, mitten im Leben stehende Frauen.
Ihnen und auch allen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-15" title="Au&#223;er mir" src="http://www.andreazapla.de/images/2008/07/buch.jpg" alt="Buchcover von Au&#223;er mir, Andrea Zapla" width="335" height="500" /></p>
<p><strong>Was in AUSSER MIR passiert und warum:</strong></p>
<p>Das Buch AUSSER MIR liegt mir sehr am Herzen, da ich der Meinung bin, da&#223; die Multiple Sklerose in Literatur und Medien weitgehend umgangen, verzerrt und tabuisiert wird, obwohl sie einen nicht unerheblichen Teil der Bev&#246;lkerung betrifft, n&#228;mlich vorwiegend j&#252;ngere, aktive, mitten im Leben stehende Frauen.</p>
<p>Ihnen und auch allen anderen Betroffenen m&#246;chte ich zeigen, da&#223; MS und Humor einander nicht ausschliessen m&#252;ssen.</p>
<p><span id="more-17"></span></p>
<p> <a href="http://www.andreazapla.de/images/2008/12/have-an-outlook4.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-51" title="have-an-outlook4" src="http://www.andreazapla.de/images/2008/12/have-an-outlook4.jpg" alt="" width="500" height="702" /></a></p>
<p style="text-align: left;">&#220;BRIGENS:  </p>
<p style="text-align: left;">AUSSER MIR ist nun bereits seit Anfang August bei deinem, euerem und Ihrem Buchh&#228;ndler erh&#228;ltlich!</p>
<p style="text-align: left;">Man mu&#223; nicht lange danach suchen:<br />
Es ist bei der Verlagsgruppe L&#252;bbe in der Reihe “Erfahrungen” erschienen und da ich dir, euch und Ihnen direkt in die Augen schaue, springt es einem f&#246;rmlich ins Gesicht.
</p>
<p style="text-align: left;">Ich habe dieses Buch verfasst, um Nicht-Betroffenen einen informativen und nicht effekterheischenden Einblick in die Welt eines MS-Neulings zu geben und nat&#252;rlich um Neulingen und auch schon langgepr&#252;ften “Stammspielern” in der MS-Community, die sich manchmal auch einen heiteren Approach zu diesem unbequemen und nicht absch&#252;ttelbarem Thema w&#252;nschen, ein Gesicht zu geben.</p>
<p><!--more--></p>
<p style="text-align: left;">Dieses Buch beginnt in einem August, das erste Kapitel ist einem August ein Jahr sp&#228;ter entstanden und nun ist es, vier Jahre sp&#228;ter, ebenfalls in einem August erschienen.<br />
Es ist also noch druckfrisch und riecht auch so.
</p>
<p style="text-align: left;">Hmmmm, es ist mein erstes Buch, daher schnuppere ich st&#228;ndig daran und schaue selbst immer wieder hinein, wie um mich zu vergewissern, ob es tats&#228;chlich da ist. Ich freue mich sehr, da&#223; es das Licht der Welt erblicken durfte.</p>
<p style="text-align: left;">Diese Website soll eigentlich kein Ort des Innehaltens und der Meditation werden, obwohl ich gerade hier etwas versonnen &#252;ber meinem Eintrag br&#252;te, Sie d&#252;rfen gerne einen Eindruck hinterlassen, wenn Ihnen danach ist.</p>
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